May 28, 2026
Die nächste Phase von Embedded Charging ist direkt
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Die nächste Entwicklungsstufe von Embedded Charging wird nicht durch Zugang zu Ladepunkten bestimmt. Entscheidend wird das Geschäftsmodell sein, das dahinter steht.
Im letzten Beitrag haben wir gezeigt, wie Embedded Charging zum Markenrisiko werden kann, wenn Zwischenhändler Preise und Nutzererlebnis beeinflussen, die Fahrende mit der sichtbaren Marke verbinden.
Die Lösung ist jedoch nicht, auf Embedded Charging zu verzichten. Entscheidend ist vielmehr, das dahinterliegende Geschäftsmodell genauer zu betrachten. Denn dieses Modell bestimmt stärker als jedes UX-Detail, ob Embedded Charging das Produkt stärkt oder das Vertrauen in die Marke untergräbt.
Zugang ist heute nicht mehr die Herausforderung
Die meisten Plattformen können heute bereits Zugang zu Ladepunkten anbieten.
Wichtiger und deutlich schwieriger geworden sind andere Fragen:
- Wie erhält man direkten Zugang zu den Preisen der CPOs und kann diese unter der eigenen Marke transparent darstellen?
- Wie sieht ein Geschäftsmodell aus, das Laden nicht zu einem Kostenfaktor macht?
- Wie schafft man ein Nutzererlebnis, das langfristig Vertrauen aufbaut?
Im Mittelpunkt all dieser Fragen steht der Preis.
Die USCALE Charging Tariff Pricing Study 2025 zeigt deutlich, warum:
- Der Preis ist der wichtigste Faktor für Zufriedenheit und Abwanderung beim öffentlichen Laden.
- Mehr als 90 % der Fahrenden würden bei einer Preiserhöhung den Anbieter wechseln.
Damit ist der Preis innerhalb eines Embedded-Charging-Angebots weit mehr als nur eine Zahl. Er ist der wichtigste Faktor dafür, ob das Nutzererlebnis überzeugt.
Wenn Preise bereits durch Aufschläge von Zwischenhändlern verändert wurden, bevor sie im Produkt erscheinen, präsentiert die Plattform einen Preis, den sie oft nur schwer rechtfertigen kann.
Was eine direkte Verbindung zu CPOs verändert
Eine direkte Verbindung zwischen CPO, Plattform und Fahrenden schafft einen klaren Ablauf:
- Der CPO legt den Preis fest.
- Die Plattform erhält diesen Preis direkt vom CPO.
- Fahrende sehen und bezahlen diesen Preis innerhalb der Plattform.
Das unterscheidet sich grundlegend von vielen Embedded-Charging-Modellen heute.
Die Auswirkungen gehen dabei weit über den Preis hinaus:
- Die Plattform zeigt einen Preis, hinter dem sie stehen kann, weil er dem tatsächlichen Angebot des Betreibers entspricht.
- Der CPO behält die Kontrolle über Preisgestaltung und Kundenerlebnis, statt gegen verzerrte Versionen seiner eigenen Tarife anzutreten.
- Fahrende verstehen klar, was sie bezahlen und an wen.
Was das für Plattformen bedeutet
Eine direkte Verbindung zu CPOs schafft eine deutlich bessere Grundlage für Embedded Charging.
Mehr Vertrauen in die Preisgestaltung
Die angezeigten Preise entsprechen dem tatsächlichen Angebot des Betreibers und nicht einer nachträglich veränderten Version.
Ein Nutzererlebnis, das zur Marke passt
Das Ladeerlebnis unterstützt das Markenversprechen der Plattform, statt ihm entgegenzuwirken.
Weniger Abhängigkeit von Zwischenhändlern
Plattformen werden unabhängiger von Geschäftsmodellen und Preisstrukturen, auf die sie keinen Einfluss haben.
Direktere Beziehungen zu Betreibern
Die Verbindung zu den CPOs, deren Tarife innerhalb des Produkts angeboten werden, wird unmittelbarer und transparenter.
Cariqa Connect geht dabei noch einen Schritt weiter.
Viele Embedded-Charging-Lösungen verursachen Kosten. Plattformen zahlen Gebühren pro Nutzer*in oder pro Transaktion, um die Funktion überhaupt anbieten zu können.
Cariqa Connect kehrt dieses Modell um.
Statt für Laden zu bezahlen, können Plattformen an den Umsätzen partizipieren, die durch Ladesessions entstehen. Laden wird damit von einem Kostenpunkt zu einer Produktfunktion, die wirtschaftlichen Mehrwert schafft.
Was das für CPOs bedeutet
Eine direkte Verbindung ermöglicht es CPOs, ihre Preisstrategie über die eigene App hinaus in die Plattformen zu bringen, die Fahrende tatsächlich nutzen:
- Navigations-Apps
- Fahrzeugsysteme
- Mobilitätsplattformen
Genau dort werden Entscheidungen darüber getroffen, wo und wann geladen wird.
Ein Beispiel dafür ist A Better Routeplanner (ABRP).
Millionen Fahrer*innen nutzen ABRP, um ihre Route und ihre Ladestopps zu planen. Über Cariqa können CPOs direkt innerhalb von ABRP sichtbar werden und gleichzeitig die Kontrolle über ihre Preise behalten, ohne eine eigene Integration entwickeln zu müssen.
Diese Kombination aus Reichweite und Kontrolle wird immer wichtiger.
Die USCALE-Studie zeigt:
- 80 % der Fahrenden ziehen regelmäßig oder gelegentlich einen Anbieterwechsel in Betracht.
- 40 % denken darüber nach, wenn Preise deutlich steigen.
Deshalb ist eine konsistente Preisgestaltung über die Kanäle hinweg, die Fahrende tatsächlich nutzen, keine reine Vertriebsfrage.
Sie entscheidet darüber, ob Nachfrage gehalten werden kann.
Die Chance liegt nicht nur in größerer Reichweite, sondern in Reichweite mit voller kommerzieller Kontrolle genau in dem Moment, in dem Fahrende ihre Ladeentscheidung treffen.
Was das für Fahrende bedeutet
Fahrende müssen die komplexen Strukturen hinter einer Ladesession nicht verstehen.
Sie müssen jedoch darauf vertrauen können, dass die Plattform keine zusätzliche Ebene von Kosten oder Intransparenz schafft.
Direkte Betreiberpreise machen genau das möglich.
Fahrende bezahlen nicht eine durch Zwischenhändler veränderte Version des Tarifs, sondern den Tarif des Betreibers selbst.
Das stärkt das Vertrauen in die Plattform und sorgt dafür, dass sich Laden nahtlos in das übrige Produkterlebnis einfügt.
Cariqa Connect macht direkte Verbindungen integrierbar
Die Cariqa Connect API bildet die Infrastruktur, die direkte Verbindungen zwischen Plattformen und CPOs überhaupt erst praktikabel macht.
Historisch waren genau diese Herausforderungen der Grund, warum viele Plattformen auf Zwischenhändler gesetzt haben:
- Anbindung an mehrere Betreiber
- Zahlungsabwicklung
- Auszahlungen
- Pflege von Preislogiken über verschiedene Netzwerke hinweg
Cariqa Connect übernimmt diese Komplexität.
Eine einzige Integration ermöglicht den Zugang zu mehreren CPOs über die direkte Zahlungsinfrastruktur von Cariqa.
Die Plattform behält die Beziehung zu ihren Nutzer*innen.
Der CPO behält die kommerzielle Kontrolle.
Cariqa übernimmt die technische Verbindung sowie Zahlungs- und Abrechnungsprozesse im Hintergrund.
Das Geschäftsmodell entscheidet über den Erfolg
Die nächste Phase von Embedded Charging wird nicht davon geprägt sein, welche Plattformen Zugang zu Ladepunkten anbieten können. Das können die meisten bereits heute.
Entscheidend wird sein, welche Plattformen Laden auf eine Weise integrieren, die direkt, transparent und vertrauenswürdig ist und welche weiterhin Erfahrungen auf Basis von Zwischenhändler-Modellen unter ihrer eigenen Marke anbieten, ohne die langfristigen Folgen vollständig zu erkennen.
Wenn du Laden in ein Produkt integrierst, das Fahrende bereits nutzen, solltest du dir nicht nur die Frage stellen, ob Zugang möglich ist.
Die entscheidende Frage lautet:
Welches Geschäftsmodell soll deine Marke künftig tragen?
Wenn du ein Modell erkunden möchtest, das Vertrauen stärkt, Nutzer*innen langfristig bindet und gleichzeitig neue Umsatzpotenziale erschließt, dann sprich mit unserem Team.