February 17, 2026
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Spontanes Laden ist ein zentraler Vertriebskanal für Ladepunktbetreiber. Es erschliesst zusätzliche Nachfrage von Fahrenden, die ohne Planung oder ohne eine eigene Betreiber-App an einer Ladestation ankommen.
In der Praxis ist die Umsetzung dieses Zugangsmodells jedoch anspruchsvoll. Für Fahrende müssen Zahlungsabläufe schnell, einfach und vertrauenswürdig sein, oft in Situationen mit wenig Zeit. Für Betreiber*innen bringen QR-basierte Lösungen häufig technische Abhängigkeiten mit sich und lassen nur begrenzten Spielraum bei der Gestaltung von Preisen, Gebühren und Tarifen im gesamten Netzwerk.
Im Jahr 2024 ermöglichte enercity spontanes Laden über eine bestehende QR-Lösung. Diese funktionierte grundsätzlich, bot jedoch nur eingeschränkte Flexibilität, etwa bei der Preislogik, der Gebührenstruktur, den Zahlungsarten oder der Steuerung auf Stations- und Anschluss-Ebene. Dadurch war es für enercity schwierig, spontanes Laden im Einklang mit den eigenen kommerziellen und operativen Anforderungen zu steuern. Dazu zählten unter anderem eine differenzierte Tarifgestaltung, anschlussgenaue Preise und die direkte Abrechnung mit der Kundschaft.
2025 führte enercity Cariqa Go ein, die QR-basierte Lösung von Cariqa für spontanes Laden, und rollte sie im gesamten öffentlichen Ladenetz aus.
Ausschlaggebend war der Bedarf nach einer backend-unabhängigen Lösung, die deutlich mehr Flexibilität und Kontrolle ermöglicht, unter anderem durch:
Im Rahmen des Rollouts von Cariqa Go hat enercity die Leistung der neuen Lösung mit der bisherigen QR-Variante verglichen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie viel zusätzliche Nachfrage im spontanen Laden entsteht, gemessen an verkaufter Energie und erzieltem Umsatz.
Um eine belastbare Bewertung zu gewährleisten, erfolgte der Vergleich auf einer direkt vergleichbaren Basis:
So wurde ein direkter Vergleich der Leistung des spontanen QR-Zugangs über die Zeit möglich.
Zwischen dem vierten Quartal 2024 und dem vierten Quartal 2025 baute enercity sein öffentliches Ladenetz weiter aus und erhöhte die Anzahl der Ladepunkte um 27%. Um den Effekt dieses Wachstums auszuklammern, wurden die Ergebnisse auf eine konstante Netzgrösse normiert.
Auf dieser vergleichbaren Basis zeigte Cariqa Go eine deutliches Wachstum als die vorherige QR-Lösung:
Die Zahlen spiegeln die beobachtete Entwicklung im spontanen QR-Kanal im Jahresvergleich wieder, bereinigt um den Netzausbau.
Wird spontanes Laden konsequent im gesamten Netz angeboten, kann es einen spürbaren Anteil am Umsatz und an der verkauften Energie ausmachen.
Eine feingranulare Steuerung von Tarifen, Gebühren und Zahlungsoptionen ermöglicht es Betreiber*innen, spontanes Laden gezielt an den eigenen wirtschaftlichen Zielen auszurichten.
Cariqa Go ist die QR-basierte Lösung von Cariqa für spontanes Laden. Sie wurde entwickelt, um Betreiber*innen mehr Kontrolle und Flexibilität zu geben, ohne zusätzliche Komplexität im Backend zu schaffen.
Schneller Rollout
Bestehende QR-Codes können weiterverwendet und lediglich mit einem neuen Ziel verknüpft werden. So lässt sich Cariqa Go ohne Hardwareänderungen einführen.
Backend-unabhängige Nutzung
Cariqa Go funktioniert unabhängig vom eingesetzten CPMS und eignet sich damit auch für Betreiber*innen, die mehrere Backends parallel nutzen.
Schneller, vertrauter Bezahlvorgang
Fahrende starten den Ladevorgang in wenigen Sekunden mit gängigen Zahlungsarten. Zahlungsdaten können sicher gespeichert werden, um wiederholtes Laden zu vereinfachen.
Klare Betreiber-Markenpräsenz
Der gesamte Lade- und Bezahlprozess erscheint im Erscheinungsbild des jeweiligen Betreibers. So ist jederzeit klar, bei wem geladen wird.