August 20, 2026
Success story: TEAG Mobil GmbH turns a rush-hour spike into consistent charging throughout the day
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Die TEAG Mobil hat ihre AC- und DC-Ladepunkte bisher mit einem einheitlichen Festpreis von €0,49/kWh betrieben, der im gesamten Netz ganztägig galt. Um die vorhandene Ladeinfrastruktur besser zu nutzen, wollte TEAG Mobil das Laden gezielt in Zeiten fördern, in denen die Nachfrage typischerweise geringer war. Dafür haben sie Smart Pricing eingesetzt.
Über das Netz von Cariqa-Nachfragepartnern und über die Cariqa-App sind Ladevorgänge, geladene Energiemengen und Ladeeinnahmen deutlich gestiegen und wachsen kontinuierlich weiter. Das auffälligste Ergebnis zeigt sich jedoch darin, wann geladen wird: Aus einer Lastspitze am Abend hat sich ein gleichmäßigeres Ladeverhalten über den ganzen Tag hinweg entwickelt.
Der Ansatz
Mit Smart Pricing hat TEAG Mobil ihr einheitliches Preismodell durch differenzierte Preise ersetzt. Smart Pricing ordnet jedem Ladepunkt anhand von 20 Betriebsvariablen, darunter historische Auslastungsdaten, eine von fünf Auslastungsstufen zu, um vorherzusagen, wie stark der Ladepunkt genutzt wird, und legt den Preis entsprechend fest.
- Ungenutzt
- Geringe Nutzung
- Normale Nutzung
- Hohe Nutzung
- Überlastet
TEAG Mobil hat für AC- und DC-Ladepunkte jeweils eigene Preisstrategien festgelegt, bei denen jede Stufe mit einem Rabatt oder Aufschlag versehen ist. Bei DC-Ladepunkten greift beispielsweise bei Nichtnutzung ein Rabatt und bei Überlastung folgt ein Aufschlag. Smart Pricing wendet den passenden Tarif automatisch auf jeden Ladepunkt an. Eine manuelle Anpassung der Preise ist nicht notwendig.
Die Methodik
Um die Wirkung von Smart Pricing zu ermitteln, haben wir sowohl die unmittelbare als auch die langfristige Wirkung betrachtet.
Unmittelbare Wirkung: Vergleich des Zeitraums 14. bis 27. Mai 2026 mit dem Zeitraum 28. Mai bis 10. Juni 2026 (jeweils 14 Tage vor und nach dem Go-live).
Langfristige Wirkung: Vergleich des Zeitraums 28. März bis 27. Mai 2026 mit dem Zeitraum 28. Mai bis 27. Juli 2026 (jeweils 61 Tage vor und nach dem Go-live).
Der Vergleich bezieht sich auf dasselbe TEAG Mobil-Ladenetz vor und nach der Einführung von Smart Pricing. Abgesehen von der Einführung von Smart Pricing gab es in den Vergleichszeiträumen keine wesentlichen Änderungen bei Netzgröße, Marketingaktivitäten oder Preisstrategie. Saisonale Effekte lassen sich nicht vollständig ausschließen.
Die folgenden Zahlen beziehen sich auf Ladevorgänge, geladene Energiemenge und Einnahmen über das Netz von Cariqa-Nachfrage Partnern und die Cariqa-App, also auf die Kanäle von TEAG Mobil mit Cariqa, nicht auf das Gesamtgeschäft von TEAG Mobil.
Die Ergebnisse
Die Wirkung zeigte sich sofort. Im Vergleich der zwei Wochen vor und nach dem Go-live:
- Ladevorgänge stiegen um das 4,3-fache
- Geladene Energiemenge stieg um das 4,3-fache
- Ladeeinnahmen stiegen um das 3,5-fache
Und die Entwicklung hält an. Im Vergleich der zwei Monate vor und nach dem Go-live:
- Ladevorgänge stiegen um das 7,0-fache
- Geladene Energiemenge stieg um das 6,7-fache
- Ladeeinnahmen stiegen um das 5,5-fache

Die Ladevorgänge sind nicht nur insgesamt gestiegen, sie haben sich auch gleichmäßiger über den Tag verteilt. Vor der Einführung des Smart Pricing war das Laden bei TEAG Mobil stark auf den Feierabendverkehr konzentriert..
Nach der Einführung von Smart Pricing hat sich das Bild deutlich verändert.
17 Uhr bleibt die stärkste Stunde bei TEAG Mobil, macht aber inzwischen nur noch rund 10 statt 16 Prozent der Ladevorgänge aus. Das ist ein grundlegender Wandel in der Nutzung vom TEAG Mobil-Ladenetz: Ein Ladeverhalten, das früher von einer einzelnen Spitze um 17 Uhr geprägt war, zeichnet sich heute durch eine gleichmäßigere Nachfrage über fast den gesamten Tag aus.
Warum ist das wichtig?
Für jeden Betreiber ist eine kontinuierliche Auslastung der Ladeinfrastruktur besonders wichtig. Einnahmen, die früher in wenigen Spitzenstunden erzielt wurden, verteilen sich jetzt auf einen Großteil des Tages, das heißt, dieselbe Hardware wird deutlich besser ausgelastet.
Diese Tatsache wird umso wichtiger, je knapper die Netzkapazitäten werden. Betreiber in Deutschland sehen sich zunehmend mit Netzentgelten konfrontiert, die sich an ihrer Spitzenlast bemessen. Indem Smart Pricing das Laden von einer einzelnen Abendspitze weg und über den Tag verteilt, senkt es die Spitzenlast von TEAG Mobil, ohne dass zusätzliche Hardware nötig ist.
Smart Pricing hat TEAG Mobil ein Instrument gegeben, um die Nachfrage zu steigern und diese gezielt zu steuern. Das Ergebnis ist ein Ladenetz, das nicht einfach nur stärker frequentiert ist, sondern über den Tag hinweg gleichmäßiger genutzt wird.